Archiv für die Kategorie „Erziehung“

Schule rückt näher

Sonntag, 9. August 2009

So, nun ist es nur noch ein Monat bis zur Einschulung.
Unseren ersten Elterenabend haben wir hinter uns, die Schulbücher sind gekauft und eingebunden, die Materialliste ist eingekauft und die Sachen warten nun noch auf ihre Beschriftung!

Aber eine echt spannende Zeit mit vielen Abschieden liegt hinter uns! Der Abschied von P. unserer Erzieherin aus der Kita war mit Abstand der Schwerste.
Mehr für uns Eltern, weil wir eine wirklich liebenswerte Person “verloren” haben. Sie hat sich jeden Tag liebevoll und mit viel Vernunft + Verstand um unsere Kinder gekümmert. In der Schule wird es diese rundumsorglos Bedtreuung eben nicht mehr geben und das ist komisch. Ich weiß das es für die Kinder gut ist, ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen, aber trotzdem wird es in der Schule “rauer” zugehen und man hat als Elternteil noch weniger Einfluß auf das Geschehen und das Umfeld. Nicht gerade einfach als Eltern die Kinder wieder einen Schritt mehr loszulassen, damit sie wieder einen Schritt wachsen können.
Bin gerade etwas melancholisch … aber auch ich werde an diesem Schritt wachsen!

Abschlussfeier Kita

Abschlussfeier Kita

Stolze Mama

Mittwoch, 18. März 2009

Heute ist so EIN ganz spezieller Eltern Tag!
Bei Rouven hat es heute morgen KLICK gemacht -> habe ihm gestern nach Wochen mal wieder gezeigt, wie man seine Schnürsenkel bindet … und siehe da, es hat schon ganz gut funktioniert. Die Schnürsenkel waren nur etwas zu kurz, also haben wir gestern Abend gleich längere reingemacht in die Stiefel.

Heute morgen dann unser kleines privates Wunder: es hat auf Anhieb geklappt mit dem Schleife binden :)
…und da er so schön dabei war, hat er dem Papa auch gleich noch zwei Schleifen gemacht :) )
Da sind wir alle drei fast vor Stolz geplatzt … DAS sind diese ganz speziellen Momente die uns als Eltern immer wieder belohnen für die Alltagsarbeit!

Grenzen testen oder Kleine und größere Machtspielchen

Sonntag, 1. Februar 2009

… wie man es sehen will.
Wir haben zur Zeit mal wieder das Thema Essen. Jeden Abend wird darüber disskutiert, was ich gekocht habe. Anstatt sich darüber zu freuen, das die Mama gesund und abwechslungsreich kocht, wird genölt und gemeckert. Da heißt es tapfer sein! Für mich, weil ich nicht nachgeben möchte und er, weil er probieren muß. Er muß es probieren und sollte es ihm überhaupt nicht schmecken bekommt er eben ein Brot. Meist isst er übrings doch das was ich gekocht habe, er sucht dann zwar immer irgendetwas heraus (z.B. die miniklein geschnittenen Zwiebeln) aber er isst es! Es ist ja auch nicht so, das ich total abgefahrene Sachen koche – nur jeden Tag trockene Nudeln sind halt nicht sooooo toll.

Im Grunde spielen wir dieses Spielchen jetzt seit gut drei Monaten – mal mehr, mal weinger – wie oft ich eben was neues koche – was er so noch nicht kennt.
Aber selbst Gerichte die er kennt und eigentlich auch mag, sind auf einmal total doof z.B. sind dann Kartoffeln plötzlich total doof – allerdings nicht, wenn ich seine zu Kartoffelbrei zermatsche!
Okay, wenn er die Kartoffeln dann auch wirklich isst, lass ich mich auch darauf ein. Noch zumindest … will ja auch nicht das der Kurze vom Fleisch fällt ;)
Was mich wirklich beruhigt ist, das er in der Kita ALLES isst und dort sogar einen Nachschlag nimmt!
Also doch nur Grenzen testen und auch für den Fall, das ich mich wiederhole: durchhalten und tapfer sein, es auf keinenfall als Angriff auf die eigenen Kochkünste sehen, sondern weiterkochen!

Berlin, Berlin

Dienstag, 30. September 2008

Lasse, Till, Tim, Richard, Jamiro, Mats, Erik, Luis, Kaisa, Lennart, Jonah, Luca, Marvin, Amos, Noah, Jamiro, Yannik, Ben und Fox!

Willkommen beim Hockeytraining von Rouven! Jetzt mal ehrlich … ein einfacher “Paul” wäre doch echt erfrischend oder? *grins*

PS. Obwohl ich gestehen muß, das Rouven nicht wirklich auffällt in dieser Reihe der Namen *runzel die Stirn*

Doch nicht so schlimm?

Mittwoch, 24. September 2008

Also bis jetzt noch kein Supergau!
Nur kurzes murren am Morgen. Allerdings haben wir auch diese Woche den Nachmittagsplan voll mit tollen Events gepackt ;)
Eigentlich mache ich das ja nicht gerne, aber diese Woche muß er sich irgendwie von Tag zu Tag hangeln, damit es ihm nicht so schwerfällt ohne P.. Sollte P. länger krank sein, muß ich mir allerdings einen Plan B. überlegen….

Teufel an die Wand malen….

Donnerstag, 18. September 2008

Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber ab nächste Woche könnte es schwierig werden Rouven in die Kita zu bringen…
Rouvens über alles geliebte Erzieherin muß ins Krankenhaus und wird mindestens eine Woche fehlen!
Heute morgen hat er liebevoll Hühnergötter auf eine Kette gefädelt, um sie P. als Glücksbringer zu schenken … und er ist auch total schnell zur Kita gefahren (mit seinem Fahrrad) damit er das P. gleich schenken konnte. Er macht sich voll Sorgen um Sie und fragt mir ständig Löcher in den Bauch … so fürsorglich habe ich ihn selten erlebt. Bin gespannt wie das nächste Woche wird. Werde sicherlich vorsichtig noch einmal mit Rouven darüber reden. Muß aber aufpassen, das ich nicht zu sehr auf dem Thema rumreiten und vielleicht ein Problem schaffe, wo vielleicht gar keins sein wird.
Werde berichten….

Fahrradhelm aufsetzen – leicht gemacht

Freitag, 4. Juli 2008

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich es anstelle, das Rouven seinen Fahrradhelm ohne Theater auf den Kopf setzt. Bei uns ist die Antwort ganz einfach: ich trage persönlich auch einen Helm seit ich mit Rouven zusammen fahre! Da gibt und gab es nie Diskkussionen, das war für ihn von Anfang an so selbstverständlich wie anschnallen im Auto!

Da das den Eltern aber wenig hilft, die ständig diskutieren müssen, habe ich mich mal mit dem angehenden Pädagogen Tom unterhalten. Hier nun sein sehr anschauliches Experiment für “unwillige” Kinder.

Sie brauchen dazu zwei kleine Wassermelonen (ungefähr in der Größe des Kopfes ihres Kindes) und einen alten Fahrradhelm.
Da die Wassermelone der Konsitenz eines Keinkindkopfes entspricht, symbolisiert er in dem Experiment den Kopf ihres Kindes.
Der Kopf hat zwar eine feste Hülle, ist aber ziemlich zerbrechlich – was sich natürlich kein Kind wirklich vorstellen kann, aber wenn ihr Kind nun die Melone aus ungefähr einem Meter höhe auf den Aspalt fallen lässt, wird in den meisten Fälle der “Kopf/Melone” zerspringen UND ja, ihr Kind wird schockiert sein!
Das wird wahrscheinlich Ängste auslösen, die man dem Kind aber schnell wieder nehmen kann, indem man im zweiten Teil des Experimentes nun den “Kopf/Melone” in den Helm schnallt und das ganze noch einmal wiederholt. Nun wird der Helm unbrauchbar sein (bitte nicht mehr benutzen!!!!), aber die Melone ist heile geblieben! Somit sieht ihr Kind sofort, das sein echter Kopf im Falle eines Sturzes geschützt wäre!

Am besten celebriert man das ganze in einer ruhigen Stunde am Wochenende, damit man auch genügend Zeit hat, um Fragen die im nachhinein auftauchen werden, gut beantworten zu können.

Achtung: Sie als Eltern müssen ganz alleine entscheiden ob das Experiment ihrem Erziehungsstil und dem Alter ihres Kindes entspricht!
Ich übernehme keine Verantwortung für irgentwelche Folgeschäden – jeglicher Art.

Das Fahrrad ist da!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Das Fahrrad ist nun seit ca. zwei Wochen da und wir fahren jeden Morgen zusammen zur Kita! Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team und wir brauchen nur noch 15-20min von Zuhause bis zur Kita. Viel schneller werden wir auch nicht werden, weil es nun mal 1,5km sind und man dafür eben eine viertel Stunde braucht als kleiner Junge.
So ist aber okay für mich, ich brauche jetzt nicht mehr ständig irgendwelche “Befehle” durch die Gegend brüllen, sondern nur noch an Straßeneinmündungen mein “okay” geben.

Nach seiner erster Tour mit dem großen Rad war Rouven total platt und ist regelrecht ausgeflippt! Er hat laut geweint, geschrien und war der Meinung er verhungert!
Es ist schließlich auch super anstrengend sich auf so viele Sachen gleichzeitig zu konzentrieren: treten, lenken, bremsen, gucken und auf andere Fahrradfahrer und Fußgänger achten. So viele Eindrücke auf einmal, das muß man erstmal verarbeiten.
Aber keine Angst: eine große Portion trockene Nudeln hat ihn vor dem verhungern gerettet!

Verkehrserziehung ist zwar recht anstrengend (für Kinder und Eltern) muß aber unbedingt sein!

Gerade wenn die Kurzen zur Schule kommen und so schon alles super aufregend und neu ist, sollten die groben Verkehrsregeln selbstverständlich sein.
Ich beobachte immer wieder Eltern, die total genervt von ihren Kindern sind, weil diese ja schon sooooo groß sind und sich immer noch nicht richtig im Straßenverkehr verhalten.
Die Frage die ich mir dann immer stelle ist: “Habt ihr eure Kinder auch darauf vorbereitet? Oder verlangt ihr das jetzt spontan weil sie zur Schule gehen und ja schon sooo groß sind?”
Ich persönlich würde es ziemlich unfair finden, wenn man das so spontan von mir erwarten würde! Echt ätzend zu den ganzen neuen Dingen in der Schule dann auch noch die Verkehrsregeln lernen zu müssen… oder?

Fahrrad fahren gelernt

Mittwoch, 14. Mai 2008

Mein Sohn kann Fahrrad fahren!

Er hat sich auf ein Fahrrad gesetzt und konnte 1,5h später alleine fahren – ein Hoch auf den Velowalker (Laufrad aus Holz)! Lediglich das anfahren und absteigen mussten wir in den nächsten zwei Tagen noch mit ihm üben.

Mein Tipp an alle Eltern: wer sich langes hinterher gerenne in gebückter Haltung sparen will, der kaufe ein Laufrad! Der Gleichgewichtsinn der Kinder wird dadurch prima auf das Fahrrad fahren vorbereitet und beim “umsteigen” auf das richtige Rad muß das Kind sich lediglich auf das Treten der Pedale konzentrieren.

Einzig das Gewicht des Rades war ein kleines Problem für Rouven, da er ja ziemlich zart ist. Da das Fahrrad also etwas schwer und der Lenker extrem weit vorne war, haben wir uns ein kleines 12″ Zoll Rad von Bekannten geliehen. Auf dem fährt er jetzt im Straßenverkehr hier in Berlin und übt den Umgang mit dem Verkehr. Wenn er das dann kann, wird er als Belohnung ein eigenes (superschönes) Puky Fahrrad bekommen!

Man bin ich stolz auf meinen kleinen Radfahrer ;)

Wer kann am schrecklichsten gucken? oder wie gehe ich mit dem Konsum von von (Spielzeug)Pistolen um?

Donnerstag, 1. Mai 2008

Mein Sohn und sein bester Freund D. haben seit geraumer Zeit einen neues Hobby:
Wer kann am schrecklichsten gucken??? Hier mal zwei Bilder von Rouven:

Pirat>

Wikinger
Als Rouven noch nicht geboren war dachte ich, das schiessende kleine Jungs von den Eltern so erzogen wurden und fand das immer recht befremdlich. Ich wollte es auf jedenfall anders machen *grins*
Mittlerweile mußte ich feststellen, das man als Eltern nicht wirklich viel tun kann bezüglich der Waffen bei Jungs und dem ganzen Prinzessinnen Kram bei Mädchen. Irgendwie passiert das einfach … jedes Knäckbrot (was zufällig die Form von einer Pistole hat) wird auch benutzt. Jeder Stock wird zum Gewehr! Es ist wirklich unglaublich. Aber durch den Kontakt zu größeren Jungs (Kita oder Privat) schauen sie es sich einfach ab.
Das einzige was man tun kann ist im Grunde immer wieder zu erklären, das man nicht auf Menschen schießt und am besten nur kranke Tiere zum essen jagt. Bei Äxten etc. gibt es den Marschbefehl: nur Bäume fällen für Feuerholz!
Ich persönlich möchte ihm den Umgang mit den Waffen nicht verbieten – soll er das lieber jetzt ausleben (unter meiner Kontrolle) als später mit echten Waffen, wenn ich da nix mehr beeinflussen kann.