Archiv für die Kategorie „Erziehung“

Vorbilder sein

Mittwoch, 28. September 2011

Jeder von uns hat wohl in seiner Jugend einen kleinen Nebenjob gehabt um sein Taschengeld aufzubessern. Klassisch sind Babysitten und Zeitungsaustragen.
Seit ein paar Wochen wohne ich ja nun in Garmisch-Partenkirchen und morgens wenn die Sonne scheint und ich unseren Spielwarenladen noch nicht aufschliesse, gehe ich oft spazieren und verteile dabei Flyer von unserm Laden.
Was mir dabei aufgefallen ist, das unheimlich viele Briefkästen Aufkleber drauf haben mit “Bitte keine Reklame einwerfen” oder “Bitte keine Werbung!”. Das ist okay und ich respektiere es, wenn einer keine Flyer, Prospekte oder Zeitungen möchte.
Aber ehrlich schockiert war ich über folgenden Briefkasten:

Das fand ich schon richtig krass und die jugendlichen Prospekte Verteiler haben mir spontan leid getan. Da frage ich mich doch wirklich, wie weit sind wir in unserer Gesellschaft gekommen, das wir uns gegen Prospekte und Flyer auf derart beleidigende Weise wehren müssen?
Letztlich muß jeder für sich entscheiden wie er mit seinen Mitmenschen und der kommenden Generation umgeht. Ich würde mir aber wünschen, das man auch Jugendlichen gegenüber taktvoll auftritt – weil wir sind schließlich ihre Vorbilder!

GoGo Promoter unterwegs

Dienstag, 16. Februar 2010

ACHTUNG!
Hier in Berlin Friedrichshain wurden vor verschiedenen Schulen in der letzten Woche Promoter für GoGos gesehen, die die Kinder über den Zaun hinweg angesprochen haben oder auf dem Weg nach Hause “abgefangen” haben, um Ihnen Sammelhefte und Sammelfiguren zu schenken.
Wir finden das geht gar nicht und darum: sollte das bei Ihnen vor der Schule auch passiert sein, sagen Sie bitte Ihren Elternsprecher und/oder der Schulleitung becheid, damit Sie gemeinsam etwas dagegen unternehmen können.
Unsere Schule versucht über die BEA, gemeinsam mit anderen Schule eine UnterlassungsKlage gegen die Firma einzureichen, damit die Grundschüler vor Guerilla Marketing geschützt werden können.
Außerdem machen solche Aktionen alle Erziehungsbemühungen von Eltern und Schule in Richtung “Lass Dich nicht von Fremden ansprechen!” zunichte!

Schule rückt näher

Sonntag, 9. August 2009

So, nun ist es nur noch ein Monat bis zur Einschulung.
Unseren ersten Elterenabend haben wir hinter uns, die Schulbücher sind gekauft und eingebunden, die Materialliste ist eingekauft und die Sachen warten nun noch auf ihre Beschriftung!

Aber eine echt spannende Zeit mit vielen Abschieden liegt hinter uns! Der Abschied von P. unserer Erzieherin aus der Kita war mit Abstand der Schwerste.
Mehr für uns Eltern, weil wir eine wirklich liebenswerte Person “verloren” haben. Sie hat sich jeden Tag liebevoll und mit viel Vernunft + Verstand um unsere Kinder gekümmert. In der Schule wird es diese rundumsorglos Bedtreuung eben nicht mehr geben und das ist komisch. Ich weiß das es für die Kinder gut ist, ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen, aber trotzdem wird es in der Schule “rauer” zugehen und man hat als Elternteil noch weniger Einfluß auf das Geschehen und das Umfeld. Nicht gerade einfach als Eltern die Kinder wieder einen Schritt mehr loszulassen, damit sie wieder einen Schritt wachsen können.
Bin gerade etwas melancholisch … aber auch ich werde an diesem Schritt wachsen!

Abschlussfeier Kita

Abschlussfeier Kita

Stolze Mama

Mittwoch, 18. März 2009

Heute ist so EIN ganz spezieller Eltern Tag!
Bei Rouven hat es heute morgen KLICK gemacht -> habe ihm gestern nach Wochen mal wieder gezeigt, wie man seine Schnürsenkel bindet … und siehe da, es hat schon ganz gut funktioniert. Die Schnürsenkel waren nur etwas zu kurz, also haben wir gestern Abend gleich längere reingemacht in die Stiefel.

Heute morgen dann unser kleines privates Wunder: es hat auf Anhieb geklappt mit dem Schleife binden :)
…und da er so schön dabei war, hat er dem Papa auch gleich noch zwei Schleifen gemacht :) )
Da sind wir alle drei fast vor Stolz geplatzt … DAS sind diese ganz speziellen Momente die uns als Eltern immer wieder belohnen für die Alltagsarbeit!

Grenzen testen oder Kleine und größere Machtspielchen

Sonntag, 1. Februar 2009

… wie man es sehen will.
Wir haben zur Zeit mal wieder das Thema Essen. Jeden Abend wird darüber disskutiert, was ich gekocht habe. Anstatt sich darüber zu freuen, das die Mama gesund und abwechslungsreich kocht, wird genölt und gemeckert. Da heißt es tapfer sein! Für mich, weil ich nicht nachgeben möchte und er, weil er probieren muß. Er muß es probieren und sollte es ihm überhaupt nicht schmecken bekommt er eben ein Brot. Meist isst er übrings doch das was ich gekocht habe, er sucht dann zwar immer irgendetwas heraus (z.B. die miniklein geschnittenen Zwiebeln) aber er isst es! Es ist ja auch nicht so, das ich total abgefahrene Sachen koche – nur jeden Tag trockene Nudeln sind halt nicht sooooo toll.

Im Grunde spielen wir dieses Spielchen jetzt seit gut drei Monaten – mal mehr, mal weinger – wie oft ich eben was neues koche – was er so noch nicht kennt.
Aber selbst Gerichte die er kennt und eigentlich auch mag, sind auf einmal total doof z.B. sind dann Kartoffeln plötzlich total doof – allerdings nicht, wenn ich seine zu Kartoffelbrei zermatsche!
Okay, wenn er die Kartoffeln dann auch wirklich isst, lass ich mich auch darauf ein. Noch zumindest … will ja auch nicht das der Kurze vom Fleisch fällt ;)
Was mich wirklich beruhigt ist, das er in der Kita ALLES isst und dort sogar einen Nachschlag nimmt!
Also doch nur Grenzen testen und auch für den Fall, das ich mich wiederhole: durchhalten und tapfer sein, es auf keinenfall als Angriff auf die eigenen Kochkünste sehen, sondern weiterkochen!

Berlin, Berlin

Dienstag, 30. September 2008

Lasse, Till, Tim, Richard, Jamiro, Mats, Erik, Luis, Kaisa, Lennart, Jonah, Luca, Marvin, Amos, Noah, Jamiro, Yannik, Ben und Fox!

Willkommen beim Hockeytraining von Rouven! Jetzt mal ehrlich … ein einfacher “Paul” wäre doch echt erfrischend oder? *grins*

PS. Obwohl ich gestehen muß, das Rouven nicht wirklich auffällt in dieser Reihe der Namen *runzel die Stirn*

Doch nicht so schlimm?

Mittwoch, 24. September 2008

Also bis jetzt noch kein Supergau!
Nur kurzes murren am Morgen. Allerdings haben wir auch diese Woche den Nachmittagsplan voll mit tollen Events gepackt ;)
Eigentlich mache ich das ja nicht gerne, aber diese Woche muß er sich irgendwie von Tag zu Tag hangeln, damit es ihm nicht so schwerfällt ohne P.. Sollte P. länger krank sein, muß ich mir allerdings einen Plan B. überlegen….

Teufel an die Wand malen….

Donnerstag, 18. September 2008

Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber ab nächste Woche könnte es schwierig werden Rouven in die Kita zu bringen…
Rouvens über alles geliebte Erzieherin muß ins Krankenhaus und wird mindestens eine Woche fehlen!
Heute morgen hat er liebevoll Hühnergötter auf eine Kette gefädelt, um sie P. als Glücksbringer zu schenken … und er ist auch total schnell zur Kita gefahren (mit seinem Fahrrad) damit er das P. gleich schenken konnte. Er macht sich voll Sorgen um Sie und fragt mir ständig Löcher in den Bauch … so fürsorglich habe ich ihn selten erlebt. Bin gespannt wie das nächste Woche wird. Werde sicherlich vorsichtig noch einmal mit Rouven darüber reden. Muß aber aufpassen, das ich nicht zu sehr auf dem Thema rumreiten und vielleicht ein Problem schaffe, wo vielleicht gar keins sein wird.
Werde berichten….

Fahrradhelm aufsetzen – leicht gemacht

Freitag, 4. Juli 2008

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich es anstelle, das Rouven seinen Fahrradhelm ohne Theater auf den Kopf setzt. Bei uns ist die Antwort ganz einfach: ich trage persönlich auch einen Helm seit ich mit Rouven zusammen fahre! Da gibt und gab es nie Diskkussionen, das war für ihn von Anfang an so selbstverständlich wie anschnallen im Auto!

Da das den Eltern aber wenig hilft, die ständig diskutieren müssen, habe ich mich mal mit dem angehenden Pädagogen Tom unterhalten. Hier nun sein sehr anschauliches Experiment für “unwillige” Kinder.

Sie brauchen dazu zwei kleine Wassermelonen (ungefähr in der Größe des Kopfes ihres Kindes) und einen alten Fahrradhelm.
Da die Wassermelone der Konsitenz eines Keinkindkopfes entspricht, symbolisiert er in dem Experiment den Kopf ihres Kindes.
Der Kopf hat zwar eine feste Hülle, ist aber ziemlich zerbrechlich – was sich natürlich kein Kind wirklich vorstellen kann, aber wenn ihr Kind nun die Melone aus ungefähr einem Meter höhe auf den Aspalt fallen lässt, wird in den meisten Fälle der “Kopf/Melone” zerspringen UND ja, ihr Kind wird schockiert sein!
Das wird wahrscheinlich Ängste auslösen, die man dem Kind aber schnell wieder nehmen kann, indem man im zweiten Teil des Experimentes nun den “Kopf/Melone” in den Helm schnallt und das ganze noch einmal wiederholt. Nun wird der Helm unbrauchbar sein (bitte nicht mehr benutzen!!!!), aber die Melone ist heile geblieben! Somit sieht ihr Kind sofort, das sein echter Kopf im Falle eines Sturzes geschützt wäre!

Am besten celebriert man das ganze in einer ruhigen Stunde am Wochenende, damit man auch genügend Zeit hat, um Fragen die im nachhinein auftauchen werden, gut beantworten zu können.

Achtung: Sie als Eltern müssen ganz alleine entscheiden ob das Experiment ihrem Erziehungsstil und dem Alter ihres Kindes entspricht!
Ich übernehme keine Verantwortung für irgentwelche Folgeschäden – jeglicher Art.

Das Fahrrad ist da!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Das Fahrrad ist nun seit ca. zwei Wochen da und wir fahren jeden Morgen zusammen zur Kita! Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team und wir brauchen nur noch 15-20min von Zuhause bis zur Kita. Viel schneller werden wir auch nicht werden, weil es nun mal 1,5km sind und man dafür eben eine viertel Stunde braucht als kleiner Junge.
So ist aber okay für mich, ich brauche jetzt nicht mehr ständig irgendwelche “Befehle” durch die Gegend brüllen, sondern nur noch an Straßeneinmündungen mein “okay” geben.

Nach seiner erster Tour mit dem großen Rad war Rouven total platt und ist regelrecht ausgeflippt! Er hat laut geweint, geschrien und war der Meinung er verhungert!
Es ist schließlich auch super anstrengend sich auf so viele Sachen gleichzeitig zu konzentrieren: treten, lenken, bremsen, gucken und auf andere Fahrradfahrer und Fußgänger achten. So viele Eindrücke auf einmal, das muß man erstmal verarbeiten.
Aber keine Angst: eine große Portion trockene Nudeln hat ihn vor dem verhungern gerettet!

Verkehrserziehung ist zwar recht anstrengend (für Kinder und Eltern) muß aber unbedingt sein!

Gerade wenn die Kurzen zur Schule kommen und so schon alles super aufregend und neu ist, sollten die groben Verkehrsregeln selbstverständlich sein.
Ich beobachte immer wieder Eltern, die total genervt von ihren Kindern sind, weil diese ja schon sooooo groß sind und sich immer noch nicht richtig im Straßenverkehr verhalten.
Die Frage die ich mir dann immer stelle ist: “Habt ihr eure Kinder auch darauf vorbereitet? Oder verlangt ihr das jetzt spontan weil sie zur Schule gehen und ja schon sooo groß sind?”
Ich persönlich würde es ziemlich unfair finden, wenn man das so spontan von mir erwarten würde! Echt ätzend zu den ganzen neuen Dingen in der Schule dann auch noch die Verkehrsregeln lernen zu müssen… oder?